Lectorix' Buchstabensuppe

… was mich halt beschäftigt…

Popcorn und Steckerlfisch…

| Keine Kommentare

Ich ringe mit mir, ob ich um halb 12 in der Nacht noch ein neues Kapitel des zu korrigierenden Manuskripts anfangen soll. Müde bin ich noch nicht, praktischerweise ist das Haus auch still, da meine beiden Süßen schon schlummern. In Travian ist alles samstagsmüde und selbst auf Facebook hab ich heute abend keine Lust. Ah – da ist ja mein Blog. Wieder ein paar Tage nichts geschrieben, also ran.

Doch, ich bin eigentlich ganz zufrieden. Heute war Kinderfest der Kinderwunschklinik, die uns zu Kathi verholfen hat. Wahnsinn – ein ganzes Freizeitgelände in Fürstenfeldbruck voller Familien, sämtliche Altersklassen bis 12 Jahre, Einlinge, Zwillinge, Drillinge. Für jeden Geschmack was dabei, von der Riesen-Hüpfburg-Anlage bis zum Ponyreiten oder Zaubern. Madämmchen stapfte voller Elan durch die Massen, kämpfte sich neben lauter Drei- bis Achtjährigen durch die Hüpfburg, wieherte die Ponys an, brüllte kurzfristig vor Entrüstung, als Vaddern auf den Sonnenhut bestand und mampfte dann selig die Semmel um die Bratwürste herum, die sie dann – gottlob bevor sie in den Rasen fielen – mit spitzen Fingern aus der Semmel zog und ihrem grinsenden Vater überreichte. Anschließend schmeckte die Semmel mit dem Bratwurstfett umso besser. Ebenso gesund war übrigens fast die gesamte Popcorn-Tüte, die ich egoistischerweise eigentlich für meine Nachmittagsbelustigung dachte. Naja, auch Anderthalbjährige sind – wie schon öfters erwähnt – nicht wirklich doof und merken sofort, wenn man was wirklich Leckeres hat. Allerdings, den Steckerlfisch, den wir auf der Heimfahrt kauften und am Abend verputzten, den wollte sie nicht. Sah nicht so aus wie Popcorn – uns hat er aber wirklich gut geschmeckt und wir hatten dieses Jahr noch keinen.

Zeitlich gesehen war der Tag irgendwie „anders“ – Kathi wachte erst gegen 9 auf, was an sich fair ist. Allerdings das Kinderfest ging von 12-16 Uhr – an Mittagsschlaf war also eher weniger zu denken. Die Entscheidung fiel unkonventionellerweise darauf, um 12 zum Kinderfest zu gehen und mal sehen, wie lange sie durchhält. Respekt, Lob und Anerkennung, wir sind erst um halb 3 zum Parkplatz gegangen. Und während ich noch munter kicherte, dass Papa selig auf dem Beifahrersitz eingerüsselt war, und jovial zu meiner Tochter „Papa heia“ meinte, musste ich noch viel mehr kichern, als ich sah, dass das Kind, was schon seit Monaten niemals nicht im Autokindersitz schlafen würde, friedlich in den gleichen Tönen vor sich hinschnarchte. Diese Idylle wurde nur durch kurzfristiges Aussteigen und Umpacken in das jeweilige Schlafzimmer unterbrochen, weshalb ich auch einen wirklich ruhigen Nachmittag hatte…

Am Abend lieferten sich Papa und Tochter dann noch eine Schaumschlacht in der Badewanne und seit 9 schlafen alle beide, ich könnt mich kringeln. Aber es ist herrlich und ich fühle mich seit langem wirklich wieder wohl. Na, vielleicht häng ich jetzt doch noch das Kapitelchen mit dran, jetzt ist das Hirn wieder frei und ich bin immer noch munter… 🙂

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.