Lectorix' Buchstabensuppe

… was mich halt beschäftigt…

Ja-Sagen, Backenzähne und Nudeln mit Sauce

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Also irgendwie war das auch eine runde Woche bei meiner Tochter. Es wurden gleich drei Baustellen bereinigt – ich weiß gar nicht, warum es plötzlich so reibungslos ging. Aber von Anfang an…Kathi hat ja mit 6 Monaten Beikost bekommen und hat so ziemlich alles gegessen – gut, fast ausschließlich Gläschen, weil bequemer und so bio krieg ich’s selbst einfach nicht hin, aber wirklich reichlich. Mit ihrem ersten Geburtstag ging die Zickerei mit dem Essen los, nichts war mehr recht und außer Nudeln (ohne Sauce) und Süßkram ging nichts mehr rein. Irgendwann bin ich drauf gekommen, dass wir nie zusammen gegessen haben – sie also mit der Familienkost eigentlich gar nicht vertraut war. Ab da haben wir regelmäßig zusammen gegessen, was für mich als Spontanesser durchaus eine Veränderung bedeutete, aber mit viel Mühe wurde es besser. Es ging so weit, dass sie mir auch nicht nur mehr beim Kochen zusehen wollte, sondern vor 1 Woche dann endlich auch mal vom Topf probierte und selbiges dann in ihren Teller beorderte. Probieren war irgendwie bisher ein No-Go, aber offensichtlich ist sie jetzt neugierig genug. Tja und in dieser Woche hat sie eigentlich alles, was ich ihr vorsichtig vorsetzte, probiert und für gut befunden – ich bin echt happy.

Per Zufall entdeckten wir in den letzten Wochen, dass sie sich ihre Backenzähne zugelegt hat und seitdem die letzten von 20 Milchzähnchen jetzt auch da sind, wird sie richtig nett zu Mama und Papa. Sind aber auch Rabeneltern, dass wir die Backenzähnchen einfach mal verschlafen haben – ich hab einfach noch nicht mit denen gerechnet, weil sie immer irgendwie mit den Zähnen „hintendran“ war verglichen mit ihren Freundinnen. Jetzt sind wir, soweit ich es erfahren konnte, sogar die ersten, die „fertig“ sind 😀 Naja, so ist’s dann hatl.

Jaaaaaa und die absolute Neuerrungenschaft vom vergangenen Freitag ist das „Ja“. Kathi sagte nie ja. Nein häufig genug und mit der situationsangepassten Inbrunst auch gerne mal als „Naaahaeeeeein“. Wollte sie eine Frage positiv beantworten, wiederholte sie die Worte der Frage – leider eine ganze Zeit auch mit der Sprachmelodie einer Frage… Meine Güte, bis ich das endlich kapiert hatte. Meine Mutter wagte Weihnachten einen Vorstoß, Kathi zum „Ja-Sagen“ zu animieren und hatte zumindest teilweise beim Nachplaudern Erfolg – aber nichts von Dauer. Ja-Sagen gehörte einfach nicht zum Wesen meiner Tochter – bis Freitag morgen. Ich fragte wie üblich in das Dunkel des „plaudernden Kinderzimmers“: Möchtest du eine Milch haben? Und im Gegensatz zum üblichen „Milch haben“ kam ein „Ja bitte“… Als ich mich mit offenem Mund vor der Tür langsam sortiert hatte, beeilte ich mich, den Auftrag ordnungsgemäß auszuführen. Dieses Phänomen wiederholte sich nicht nur mehrfach an diesem Tag, sondern auch gestern und heute – jaja, jetzt hat sie’s !!! Ich bin stolz auf Kathi und merke, wie sie einfach immer größer und selbständiger wird… Ach, mein Baby… 😉

Jetzt muss ich mir eigentlich erst mal überlegen, was als nächstes kommen könnte? Sauberkeitserziehung? Allein beim Wort graust es mir – entweder ist sie soweit oder nicht… Das muss ich nicht „erziehen“, also abwarten, ob ich in ’nem halben Jahr, wenn es so langsam auf den Kindergarten zugeht, immer noch so locker denke oder ob es bis dahin sich erledigt hat… Auf zu neuen Taten also!!!

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